Sie sind im Bereich: Forschung

Kontrolle öffentlicher Räume

Unterstützen. Unterdrücken. Unterhalten. Unterwandern
Eine Publikation von E.T. Bertuzzo, E.B. Gantner, J. Niewöhner, und Heike Oevermann (Hrsg.)

ISBN 978-3-643-11556-0

„Hingeguckt!“ lautet der Spruch auf dem Poster ...

„Hingeguckt!“ lautet der Spruch auf dem Poster. Er soll die Wirksamkeit von Außenwerbung auf öffentlichen Verkehrsmitteln buchstäblich anschaulich machen: Werbung für Werbung. Maht sie öffentliche Räume  bunter und lebhafter,oder bereitet sie nur unerträgliche Reizüberflutung unter dem wachsenden Zwang der Vermarktung öffentlichen Raumes? An einem solchen Meinungsspektrum lässt sich ein Konfliktpotential festmachen, denn jegliche Gestaltung von Raum, ob in Form von Werbung oder städtebaulicher Maßnahmen, impliziert immer auch eine Ausübung von Kontrolle über diesen Raum.
Diesem „weiten“ Begriff von Kontrolle nähert sich dieser Band aus verschiedenen disziplinären Perspektiven. Er beschäftigt sich mit der Pluralität der Akteure, die einen Anspruch auf Gestaltung und somit auf Kontrolle des Raums erheben; mit den unterschiedlichen Ausformungen und Modi von Kontrolle und mit den Konsequenzen dieser Kontrolle für öffentliche Räume in Städten. Es soll dabei die Vermutung überprüft werden, dass die erwähnte Pluralität der Akteure von Kontrolle ein vergleichsweise neues Phänomen ist und ferner, dass sich in den vielfältigen Praktiken der Kontrolle eine veränderte Auffassung des Begriffs „öffentlicher Raum“ aufspüren lässt.